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KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Delegation der Roma Pastoral und des Kulturverein österreichischer Roma beim Mahnmal für Roma und Sinti.

Delegation der Roma Pastoral und des Kulturverein österreichischer Roma beim Mahnmal für Roma und Sinti.

Gedenken an die NS-Opfer der Roma-Volksgruppe

Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier 2019.

Christian Klippl (Mitte) mit Volksgruppenangehörige der Associazione Sinti Italiani di Prato.

Anlässlich der internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier am 5. Mai 2019 in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gedachte die Delegation des Kulturverein österreichischer Roma unter der Leitung des Obmannes Christian Klippl, gemeinsam mit einer Abordnung der Roma Pastoral der Diözese Eisenstadt mit Referatsleiterin Manuela Horvath, beim Mahnmal für Roma und Sinti ihrer NS-Opfer mit einer Kranzniederlegung. Bei der Gedenk- und Befreiungsfeier hatte Manuela Horvath auszugsweise in Romanes aus dem Mauthausen Schwur der befreiten Häftlinge gelesen.

„Niemals Nummer. Immer Mensch“
Die weltweit größte Gedenk- und Befreiungsfeier widmete sich 2019 dem Themenschwerpunkt „Niemals Nummer. Immer Mensch“. Mit der namentlichen Erfassung der Häftlinge im Konzentrationslager Mauthausen teilten ihnen die Nationalsozialisten Nummern zu.  Sie waren nur mehr eine „Nummer“, der eigene Name existierte nicht mehr. „Niemals Nummer. Immer Mensch“ gibt den Menschen ihren Namen zurück, indem es Einzelschicksale der verfolgten und ermordeten Menschen in den Vordergrund stellt. Gemeinsam mit Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers haben über 9.000 Personen an der Befreiungsfeier teilgenommen.

Statue beim vom Bildhauer Prof. Josef Pillhofer gestalteten Mahnmal für Roma und Sinti.

Die Häftlinge des KZ-Mauthausen und der Nebenlager wurden Anfang Mai 1945 von US-Truppen befreit. Das KZ Mauthausen galt als das gefürchtetste Lager im gesamten KZ System – es war das einzige Konzentrationslager der Stufe III, der härtesten Kategorie. Von den etwa 200.000 Gefangenen des KZ Mauthausen und seiner Außenlager sind mindestens 90.000 zu Tode gekommen.

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