Kulturverein österreichischer Roma
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Forschungsprojekt "Namentliche Erfassung der im Nationalsozialismus ermordeten österreichischen Roma und Sinti"

Stacheldraht eines KZ


Im Zeitraum 2003-2009 wurde im Auftrag des Kulturverein österreichischer Roma das Forschungsprojekt "Namentliche Erfassung der im Nationalsozialismus ermordeten österreichischen Roma und Sinti" durchgeführt. Das Projekt wurde nach der Beendigung der Historikerkommission in Angriff genommen, da im Zuge der Forschungsarbeiten deutlich geworden war, dass einzig und allein nur die Opfer unter den Roma und Sinti niemals von Amts wegen erhoben worden war. Selbst die Familien der Hinterbliebenen hatten oft nur vage Vorstellungen vom Schicksal ihrer Angehörigen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts konnte durch die bisherige Auswertung umfangreicher Archivbestände im In- und Ausland nun erstmals eine umfangreiche Datenbank mit persönlichen Daten von derzeit rund 11.000 österreichischen Roma und Sinti Opfern des Nationalsozialismus aufgebaut werden. Die Datenbank umfasst an die 23.000 Datensätze mit etwa einer Viertelmillion Einzeldaten. Damit werden erstmals tausende österreichische Opfer des Holocaust an den Roma und Sinti konkret fassbar.

Die Datenbank befindet sich beim Kulturverein österreichischer Roma und wird vom Archivar betreut. Überlebende bzw. Familienangehörige von Überlebenden, haben die Möglichkeit, Informationen über das Schicksal der NS-Opfer einzuholen.
Umso mehr Informationen bekannt sind, umso größer ist die Möglichkeit auf eine eindeutige Zuordnung. Es ist wichtig, vollständige Namen, Vornamen, Spitznamen (falls bekannt), Wohnort vor der Deportation und Geburtsdaten vorliegen zu haben. Sollten Angaben zum Verfolgungsweg bekannt sein, bitte diese ebenfalls mitteilen. Jedes Detail ist für die Recherche wichtig.

Das Antragsblatt (Angaben zur Person) ist beim Kulturverein österreichischer Roma erhältlich oder kann auf Wunsch per E-Mail übermittelt werden. Zusätzlich zur Personenanfrage ist ein Schreiben von der antragstellenden Person zu übermitteln aus der die Zweckmäßigkeit der Anfrage ersichtlich und persönlich unterzeichnet ist. Bei Anfragen von öffentlichen Einrichtungen ist die Unterschrift des/der Zeichnungsberechtigten notwendig, bei Vereinen vom Obmann oder der Obfrau.

Kontakt

Kulturverein österreichischer Roma
1190 Wien, Devrientgasse 1
Tel.: +43/1/310-64-21
Mail: office@kv-roma.at

Wissenschaftliche Leitung:

Mag. Dr. Gerhard Baumgartner
Univ.-Doz. Dr. Florian Freund

Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Mag. Dr. Herbert Brettl
Mag. Michaela Bobas-Pupic
Mag. Harald Greifeneder
Dr. Sabine Schweitzer
Mag. Oliver Seifert

Gefördert durch:

  • Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus
  • Zukunftsfonds der Republik Österreich
  • Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz
  • Generalsekretariat der Europäischen Kommission (A-3035)
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