Kulturverein österreichischer Roma
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Ehrenmitglieder

1991: Horst Buchholz - Schauspieler

 Horst Buchholz (mitte)

Horst Buchholz, erstes Ehrenmitglied des Kulturverein österreichischer Roma

Am 30. Juni 1991, präsentierte sich der Kulturverein österreichischer Roma im Van Swieten Schlössel des Heurigen Mandahus (19. Wr. Gemeindebezirk) der Öffentlichkeit. Im Rahmen der Präsentation wurde der international anerkannte Schauspieler HORST BUCHHOLZ für seine bemerkenswerte schauspielerische Leistung als "SCHERO ROM" (Familienoberhaupt einer polnischen Roma-Familie die im KZ-Auschwitz vergast wurde ) im Film "Als die Geigen verstummten", die erste Ehrenmitgliedschaft des Kulturverein österreichischer Roma überreicht.

Am 03. März 2003 verstarb in Berlin Horst Buchholz (69) an den Folgen einer Lungenentzündung. Wir werden unserem ersten Ehrenmitglied stets ein ehrendes Gedenken bewahren.


1992: Toni Wegas - Sänger

Rudolf Sarközi überreicht Toni Wegas die Urkunde als Ehrenmitglied

Bei der 2. Generalversammlung, am 21. Juni 1992, des Kulturverein österreichischer Roma im Van Swieten Schlössel des Heurigen Mandahus wurde Toni Wegas als musikalischer Botschafter der Roma und Sinti mit der Ehrenmitgliedschaft des Kulturverein österreichischer Roma geehrt.
Toni Wegas, der mit bürgerlichen Namen Anton Sarközi heißt, vertrat Österreich zweimal beim Eurovisions Songcontest. 1992 in Malmö mit dem Lied "Zusammen gehen", 10. Platz, (Musik u. Text: Dieter Bohlen) und 1993 in Irland mit dem Lied "Maria Magdalena",14. Platz, (Musik u. Text: Christian Kolonovits, Jonny Bertl, Thomas Spitzer).


1993: Prof. Karl Stojka - Holocaustüberlebender, Maler, Buchautor

Prof. Karl Stojka (links)

Prof. Karl Stojka (links) dankte für die Ehrenmitgliedschaft

Am 10. September 1993, wurde Prof. Karl Stojka im Rahmen der Jahreshauptversammlung (Heuriger Steinschaden in Wien-Döbling) des Kulturverein österreichischer Roma für seine unterstützernde und sehr engagierte Öffentlichkeitsarbeit mit der Ehrenmitgliedschaft des Kulturvereins geehrt. Karl Stojka hat als Überlebender von Auschwitz, Zeitzeuge, Maler und Bauchautor einen wesentlichen Beitrag zur gesetzlichen und gesellschaftlichen Anerkennung geleistet. Er ist „Ein Kind aus Birkenau“, sagte Stojka. Als Dank für die Ehrung enthüllte er ein eigenhändig gemaltes Bild für den Kulturverein.

Am Abend des 9. April 2003 verstarb Prof. Karl Stojka nach schwerer Krankheit. Wir werden Karli als unersetzbaren und treuen Freund, als Bruder der Volksgruppe, international geschätzten Künstler und unermüdlichen Mahner stets ein ehrendes Andenken bewahren.


2001: Dr. Michael Ludwig - Politiker

Dr. Michael Ludwig (rechts)

Michael Ludwig (r.) mit der Ehrenurkunde

Seit vielen Jahren ist Dr. Michael Ludwig Mitglied des Kulturvereins österreichischer Roma. Darüber hinaus ist er bemüht die Anliegen der Volksgruppe der Roma zu unterstützen. Seit 2007 ist er Wiener Wohnbaustadtrat. Als ehemaliger Vorsitzender der Kommission für Verkehrsflächenbenennung ist er mitverantwortlich, dass im 21. Wiener Gemeindebezirk (Floridsdorf) ein bestimmter Ortsteil nach der Volksgruppe der Roma, ROMAPLATZ - SINTIWEG - LOVARAWEG, benannt wurde. Am 17. September 2001 fand die Straßenbennenung statt. Diese Verkehrsfläche liegt in einem der schönsten Gegenden des 21.Bezirkes, der Alten Donau. In diesem Bezirksteil wohnen und wohnten der überwiegende Teil der Wiener Roma und Sinti.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Verbandes Wiener Volksbildung in der VHS Favoriten, Arthaberplatz, am 14. September 2001, wurde Dr. Ludwig vom Obmann des Kulturverein österreichischer Roma, Prof. Rudolf Sarközi, für die Verdienste um die Volksgruppe der Roma die Ehrenmitgliedschaft überreicht.


2002: Dr. Caspar Einem- Bundesminister a.D.

Bundesminister a.D. Dr. Caspar Einem und Prof. Rudolf Sarközi

In Anerkennung seiner Verdienste für die Volksgruppe der Roma ernannte Prof. Rudolf Sarközi, Herrn BM a.D. NR Dr. Caspar Einem, zum Ehrenmitglied des Kulturverein österreichischer Roma. Die Auszeichnung erfolgte am 12. Juni 2002 im Rahmen einer Veranstaltung der Wiener Bezirksfestwochen, im Roma-Doku, bei der die Musikgruppe Gojim ein Best of Konzert gab.

Dr. Einem ermöglichte als Wissenschaftsminister dem Kulturverein den Forschungsauftrag "Die Burgenland Roma - 1945 bis 2001". Projektleitung: Mag.Dr. Gerhard Baumgartner und Dr. Florian Freund. 2004 wurde das Forschungsergebnis in Buchform publiziert. Mit 31. Oktober 2007 legte Einem sein Abgeordnetenmandat im Nationalrat zurück und erklärte, dass er sich aus allen politischen Funktionen zurückziehen werde.


2003: Schiffkowitz - Musiker (STS)

Schiffkowitz

Schiffkowitz: "Stolz und Freude".

Beim Ball des Kulturverein österreichischer Roma, am 08. Februar 2003, wurde Schiffkowitz für die Verdienste um die Volksgruppe der Roma mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt. Schiffkowitz - das zweite S der Musikgruppe STS - beweist schon seit mehreren Jahren sein Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Fremdenhass. Er zeichnet sich durch seine Menschlichkeit, Wärme und seine besonders sensiblen Lebenseinstellung gegenüber den Schwachen der Gesellschaft. Roma begeisterten ihn schon als Kind. Diese innere Bindung ließ Helmut Röhrling, so sein bürgerlicher Name, nie los. Die Anerkennung als Ehrenmitglied erfüllte ihn mit Stolz und großer Freude.


2004: Burgschauspieler Prof. Frank Hoffmann - Schauspieler

Burgschauspieler Prof. Frank Hoffmann

Mit den Worten: "Er ist ein Rom", ernannte Prof. Rudolf Sarközi zu Beginn der Lesung anlässlich des Roma Advent am 11. Dezember 2004, Burgschauspieler Frank Hoffmann in Anerkennung für seine Verdienste für die Volksgruppe der Roma zum Ehrenmitglied des Kulturverein österreichischer Roma. Begründet wurde die Ehrenmitgliedschaft damit, dass er als Intendant der Güssinger Sommerspiele bei der Aufführung des "Jedermanns" im Jahr 2003, die Sprache der Roma "Romanes" in den Text der Aufführung einbrachte. Und im Jahr 2004 hat er bei der Gedenkveranstaltung im Historischen Sitzungssaal des Parlaments sich bereit erklärt den künstlerischen Teil mitzugestalten. Ein sichtlich bewegter Frank Hoffmann dankte für die Auszeichnung und erzählte über den ersten Kontakt seines Lebens zu Roma in Heidelberg, sowie bisher unbekanntes aus seinem Leben.


2007: Dr. Kurt Flecker, Landeshauptmann-Stellvertreter Steiermark

Lebensmotto: "Jeder Mensch hat ein Recht auf seine persönliche Würde."

Am 31. Mai 2007 überreichte der Obmann des Kulturverein österreichischer Roma, Prof. Rudolf Sarközi, dem Landeshauptmann-Stellvertreter des Landes Steiermark, Dr. Kurt Flecker, die Ehrenmitgliedschaft des Kulturvereins für die Verdienste um die Volksgruppe. Bei der Übergabe der Urkunde im Büro des steirischen Sozial- und Kulturlandesrates lobte Prof. Sarközi den Einsatz Fleckers für die sozial Schwachen und Bedürftigen. Dr. Flecker dankte für die Auszeichnung und betonte: "Es ist schön, wenn man für sein Engagement für ethnische oder soziale Minderheiten anerkannt wird." Der Einsatz für soziale Ungerechtigkeit gehe bei ihm über die politische Arbeit hinaus.


2011: Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer

Nationalratspräsidentin hatte stets offene Türen für die Anliegen der Roma-Volksgruppe.

Anlässlich des Jubiläumsjahres "20 Jahre Kulturverein österreichischer Roma" beschloss der Vereinsvorstand Nationalratspräsidentin Mag.a  Barbara Prammer für ihren Einsatz gegen Rassismus und für die Opfer des Holocaust die Ehrenmitgliedschaft auszusprechen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum "Roma-Advent", am 17. Dezember 2011, überreichte Prof. Rudolf Sarközi der Politikerin die Urkunde sowie die Anstecknadel des Vereins.
Der Obmann des Kulturvereins erzählte, dass die erste Begegnung mit Prammer 1994 stattfand. Damals wurde in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen eine Gedenktafel in Erinnerung an die ermordeten Roma und Sinti enthüllt. Sarközi würdigte die Arbeit der Nationalratspräsidentin als Vorsitzende des Nationalfonds der Republik Österreich und des Allgemeinen Entschädigungsfonds. Mag. Barbara Prammer zeigte sich sehr erfreut über die Ehrenmitgliedschaft und betonte, dass sie stets offene Türen für die Anliegen der Roma-Volksgruppe hat und soweit es in ihrem Tätigkeitsbereich möglich ist jegliche Unterstützung geben wird.

Am Samstag, 2. August 2014, ist Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer im 61. Lebensjahr in Wien im Kreise ihrer Familie verstorben. Wir haben einen großartigen Menschen verloren, der stets offene Türen für unsere Anliegen hatte. In unseren Gedanken und Herzen wird sie stets lebendig bleiben.


2013: Dr. Franz Vranitzky, Bundeskanzler a.D.

Vranitzky: Ehrenmitgliedschaft bereitet mir große Freude.

Anlässlich des Jubiläumsjahres "20 Jahre Anerkennung der Roma als sechste österreichische Volksgruppe" beschloss der Vorstand des Kulturverein österreichischer Roma Altbundeskanzler Dr. Franz Vranitzky in Würdigung für die Fürsprache und Bemühungen zur Anerkennung der Roma als sechste österreichische Volksgruppe, dem Einsatz für die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus sowie dem Kampf gegen Rassismus und als Dank und Anerkennung zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Bei der Lesung "Roma-Advent" mit Konstanze Breitebner, am 16. Dezember 2013 im Roma-Doku in 1190 Wien, Devrientgasse 1, wurde Vranitzky die Urkunde der Ehrenmitgliedschaft überreicht. Prof. Rudolf Sarközi, Obmann des Kulturverein österreichischer Roma, dankte dem Ex-Kanzler, dass er als damaliger Regierungschef sich für die Anerkennung der Roma als Volksgruppe im Dezember 1993 einsetzte. "Unsere Wege haben sich seitdem nicht getrennt und wenn ich mit meinen Anliegen zu dir gekommen bin, warst du stets für mich und unserer Volksgruppe da."

Vranitzky dankte dem Vereinsobmann, dass ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde und meinte: "Ich erachte es als Ehre, dass mir große Freude bereitet und sehr gerne annehme." In einer kurzen Dankesrede erläuterte der Geehrte dem aufmerksam zuhörenden Publikum seine Gedanken zum Thema Rassismus, der Vernichtung der Roma und Sinti während der NS-Herrschaft.

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