Kulturverein österreichischer Roma
Dokumentations- und Informationszentrum

Suche

KZ-Gedenkstätte Mauthausen: Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Roma und Sinti

v.l.: Andreas Sarközi, Shmuel Barzilai, Christian Klippl, Franz Kirchgatterer, Alexander Sarközi

v.l.: Andreas Sarközi, Shmuel Barzilai, Christian Klippl, Franz Kirchgatterer, Alexander Sarközi

Gedenken mit Kranzniederlegung beim Mahnmal für Roma und Sinti

 Kränze von KV-Roma, Nationalratspräsidentin Doris Bures und von Petra Pau, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages (v.l.)

Kränze von KV-Roma, Nationalratspräsidentin Doris Bures und von Petra Pau, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages (v.l.)

Anlässlich der internationalen Befreiungsfeier am 7. Mai 2017 in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gedachte die Delegation des Kulturverein österreichischer Roma unter der Leitung des Obmannes Christian Klippl beim Mahnmal für Roma und Sinti, gemeinsam mit NR-Abg. Franz Kirchgatterer (in Vertretung von NR-Präsidentin Doris Bures), ihrer NS-Opfer mit einer Kranzniederlegung. Der Vereinsobmann dankte für die Kranzspende der österreichischen Nationalratspräsidentin, die damit die Verbundenheit zur Roma-Volksgruppe zum Ausdruck bringt.

Klippl begrüßte zahlreiche diplomatische Abordnungen wie etwa den polnischen Botschafter Artur Lorkowski die ebenfalls Kränze beim Mahnmal niederlegten und im Gedächtnis an die von den Nationalsozialisten ermordeten Roma und Sinti inne hielten.

"Internationalität verbindet"

 Die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen

Die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen

 Über 7.000 Menschen aus dem In- und Ausland teilnahmen, darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen, nahmen an der Gedenk- und Befreiungsfeier teil. widmete sich dem Thema "Internationalität verbindet". Mehr als 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen waren weder Deutsche noch Österreicher  und an diesem war von 1938 bis 1945 Deutsch die einzig erlaubte Sprache. Aus diesem Grund widmete sich die Befreiungsfeier dem Thema "Internationalität verbindet" um damit ein besonders starkes Zeichen der Internationalität zu setzen.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "Wir sind es den zehntausenden Opfern von Mauthausen schuldig, dass wir unser Gedenken international verstehen. Wir sind uns und unseren Kindern verpflichtet, jeder Art von Populismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen und die Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern. Das gilt im Gedenken in Mauthausen ebenso, wie auch in unserem heutigen Bestreben für eine gerechtere, sozialere und menschlichere Welt."

Druckversion

nach oben