Wohnhausanlage in „Rudolf-Sarközi-Hof“ benannt

Gemeinderätin Barbara Novak, Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, Helga Sarközi, Bezirksvorsteher Adolf Tiller, Andreas Sarközi (v.l.)

Gemeinderätin Barbara Novak, Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, Helga Sarközi, Bezirksvorsteher Adolf Tiller, Andreas Sarközi (v.l.)

Am 9. Oktober 2017 wurde die Wohnhausanlage in 1190 Wien, Springsiedelgasse 32 in „Rudolf Sarközi-Hof“ benannt.

Die Benennung von Wiener Wohnhausanlagen ist eine Ehrung für herausragende Persönlichkeiten und ein sichtbares Zeichen für tiefe Wertschätzung. Mit der Benennung der Wohnhausanlage 19, Springsiedelgasse 32 in „Rudolf-Sarközi-Hof“ ehrt die Stadt Wien Rudolf Sarközi (11. November 1944 – 12. März 2016). In dieser Wohnhausanlage lebte Sarközi 52 Jahre lang. Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Adolf Tiller und Gemeinderätin Barbara Novak nahmen die Namensgebung des Gemeindebaus Springsiedelgasse 32, 1190 Wien, in „Rudolf-Sarközi-Hof“ vor.

„Rudolf Sarközis ganzes Leben galt dem Einsatz gegen Ausgrenzung, Intoleranz und Rassismus. Unermüdlich und entschlossen trat er gegen die Diskriminierung von Roma und Sinti auf“, betonte Stadtrat Ludwig. Sarközi, so Ludwig, hat es auch geschafft sich im Wiener Landtag, im österreichischen Parlament sowie im EU-Parlament Gehör für seine Anliegen zu verschaffen: „Er wird für uns stets in unseren Herzen weiterleben.“

Für den Döblinger Bezirksvorsteher Adolf Tiller war es stets eine Freude mit Rudolf Sarközi zusammenzuarbeiten. Sei es in seiner Funktion als Bezirksrat, als auch als Obmann des Kulturverein österreichischer Roma. „Für mich war er ein Vorbild im Belangen Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft“, so Tiller.

Mitglieder des KV-Roma, Politiker der Döblinger Bezirksvertretung und des Wiener Gemeinderates, sowie Freunde von Rudolf Sarközi freuten sich für die große Wertschätzung durch die Stadt Wien.

„Rudi Sarközi hat mehreren Generationen von Österreicherinnen und Österreichern das Leben der Roma und Sinti näher gebracht. Klar, wortgewandt und beherzt hat er sich gegen Rassismus, Intoleranz und Vorurteile sein ganzes Leben lang mit aller Kraft eingesetzt. Er wird uns stets unvergesslich bleiben“, sagte Gemeinderätin Barbara Novak.

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