Vortrag von Dr. Herbert Brettl

"Zwischen Assimilierung, Ausgrenzung und Tod. Das Schicksal der Roma-Familie Ujvari aus Halbturn."

Mittwoch, 26. September 2018, 18.00 Uhr
Roma-Doku, 1190 Wien, Devrientgasse 1


Im Mittelpunkt der Arbeiten des Historikers Dr. Herbert Brettl steht die Geschichte des Burgenlandes mit Schwerpunkt Nationalsozialismus. In seinem Vortrag belichtet er das Schicksal der Roma-Familie Ujvari aus Halbturn.

Als 1954 Georg Ujvari seine Stelle als Gemeindeviehhirte verlor, verließ er seine Heimatgemeinde Halbturn. Damit endet die beinahe 200-jährige Geschichte der Familie Ujvari im Ort. In diesem Zeitraum blieben die Mitglieder der Familie am untersten Rand der dörflichen Gesellschaftsordnung, obwohl sie ihre Lebensart grundlegend änderten und sich zu assimilieren versuchten. Ungeachtet dessen, dass sie einer geregelten Arbeit nachgingen und sich den gesellschaftlichen Werten der Dorfgemeinde anpassten, wurden sie Opfer des Nationalsozialismus.

Dr. Herbert Brettl unterrichtet an der Fachhochschule Burgenland in Eisenstadt, veröffentlichte zahlreiche Bücher wie etwa „Nationalsozialismus im Burgenland – Opfer. Täter. Gegner“, verfasste Aufsätze zum Thema NS-Verfolgung sowie zu kulturellen und historisch landwirtschaftlichen Themen im Burgenland. Der Burgenländer ist Träger des „Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreises“ des Landes Burgenland (2004), des „Theodor-Kery-Förderpreises“ für besondere Leistung auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft (2010) und des „Reinhold-Polster-Preises“ für Arbeiten über Agrarwissenschaft und Agrarforschung (2010)

Um Anmeldung wird gebeten
Telefonnummer: +43/1/310 64 21
E-Mail: office@kv-roma.at

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