Kulturverein österreichischer Roma
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KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau: Internationaler Roma-Gedenktag

Christian Klippl, Adrian Sarközi (v.l.)

Christian Klippl, Adrian Sarközi (v.l.)

73. Jahrestages der Auflösung des sogenannten „Zigeuner-Familienlagers B II e“.

Anlässlich des 73. Jahrestages der Auflösung des sogenannten „Zigeuner-Familienlagers B II e“ im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, gedachten am 2. August 2017 ehemalige KZ-Häftlinge und ihre Familienangehörigen, Vertreter zahlreicher europäischen Roma-Organisationen und der Diplomatie zum Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurde das Lager aufgelöst. Die letzten rund 3.000 noch lebenden Roma und Sinti wurden auf Lastkraftwagen geladen, zu den Gaskammern gebracht und ermordet.

Der Obmann des Kulturverein österreichischer Roma, Christian Klippl, der Geschäftsführer Andreas Sarközi und dessen Sohn Adrian nahmen am Gedenkakt teil. Die Österreichische Diplomatie war durch Botschafter Dr. Thomas Buchsbaum sowie Generalkonsul Dipl.Ing. Andrzej Tombiński vertreten. Begleitet wurden sie von Ministerialräten Mag. Martina Maschke, Ausschussvorsitzende der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) zum Völkermord an Roma und Sinti und dem wissenschaftlichen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Mag. Dr. Gerhard Baumgartner.

Mit über 200 jungen Sinti und Roma und Nicht- Angehörigen der Minderheit aus ganz Europa zeigte das internationale Roma Jugendnetzwerk TERNYPE eine starke Präsenz.

Geprägt war die Gedenkkundgebung von zahlreichen Reden von Roma-Vertretern wie Romano Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti u. Roma, dem Vorsitzenden des Vereins der Roma in Polen, Roman Kwiatowski, dem ungarischen Parlamentsabgeordneten Làszlò Teleki und der slowakische Politiker und Roma-Aktivist, Gejza Adam. Für die Holocaustüberlebenden der Sinti und Roma sprachen Peter Höllenreiner und Lona Strauß-Dreißig. Zu Wort kam auch Mag.a Martina Maschke, die über die Arbeit der IHRA sprach und erklärte, dass sich diese internationale Organisation verpflichtet hat, das Bewusstsein und das Wissen über den Völkermord an Roma und Sinti und seine Konsequenzen in der Gegenwart zu stärken.

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