Gedenkveranstaltung in Lackenbach

Mag. Hannah Lessing

Mag. Hannah Lessing

Mag. Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds, bei Gedenkfeier beim Mahnmal für Roma und Sinti.

„Es ist besonders schön zu sehen, dass zur diesjährigen Gedenkveranstaltung wieder so viele maßgebliche Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Politik gekommen sind. Es zeigt, dass die Republik Österreich und die burgenländische Landesregierung das Unrecht, das Roma und Sinti damals erlitten haben, anerkennen und die Opfer und ihre Leiden nicht vergessen sind“, sagte Mag.a Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, in ihrer Rede anlässlich der Gedenkfeier beim Mahnmal für Roma und Sinti in Lackenbach am 18. November 2017.

Mahnmal für Roma und Sinti

Mahnmal für Roma und Sinti

Der Lackenbacher Bürgermeister Christian Weninger begrüßte rund 150 Menschen, unter anderen die Spitzen der Landespolitik mit Landeshauptmann Hans Niessl, den ersten burgenländischen Landtagspräsidenten Christian Illedits, den zweiten burgenländischen Landtagspräsidenten Ing. Rudolf Strommer, Landesrat Mag. Norbert Darabos sowie Vertreter/innen der österreichischen Roma-Vereine, Vertreter der Botschaften aus Großbritannien, den Vereinigten Staaten, der Bundesrepublik Deutschland, Landesamtsdirektor Ronald Reiter, Repräsentanten der Exekutive und des Bundesheeres, Verteter der Geistlichkeit verschiedener Konfessionen und Vertreter der Opferverbände.

SchülerInnen der 7A Klasse des Gymnasiums Oberpullendorf

SchülerInnen der 7A Klasse des Gymnasiums Oberpullendorf

Nachdenklich
Mit den Geschehnissen rund um das sogenannte „Zigeuner Anhaltlager“ Lackenbach setzten sich die intensiv auseinander. Mit der Zeitzeugendokumentation „Mri Hostrija“ haben sich die Roma-Jugendlichen der Lernbetreuung des Vereins Roma-Service in ihrem Beitrag auseinandergesetzt.

Landeshauptmann Hans Niessl kritisierte, dass die Erinnerungspolitik und die Erinnerungskultur in Österreich nach 1945 für eine lange Zeit von Verschweigen, Verdrängung und Bagatellisierung geprägt waren. Ähnlich wie Landeshauptmann Niessl verwies Ing. Rudolf Strommer auf das besondere Verantwortungsbewusstsein des politischen Handelns, Intoleranz und Rassenwahn nie wieder aufkommen zu lassen. 

 Roma-Jugendliche der Lernbetreuung des Vereins Roma-Service

Roma-Jugendliche der Lernbetreuung des Vereins Roma-Service

Als besondere persönliche Verpflichtung in der Erinnerungskultur und Geschichts-aufklärung sieht der Obmann des Kulturverein österreichischer Roma, Christian Klippl, dass der Völkermord an den Roma und Sinti nie vergessen, nie verdrängt oder verharmlost werden darf.

Geistlichen Beistand mit ihrem Ökumenischen Gebet leisteten Bischofsvikar Pater Mag. Karl Schauer von der Erzdiözese Eisenstadt und die Evangelische Pfarrerin MMAg. Irmgard Langer.
Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier vom Miljan Zaric.


Eugene Young, Geschäftsträger US-Botschaft, Christian Klippl, Hans Niessl, Jeremy Wilmshurst, Botschaft GB, Bischofsvikar Pater Karl Schauer (v.l.)

Christian Weninger, Christian Illedits, Hans Niessl,Ing. Rudolf Strommer, Christian Klippl, Mag. Hannah Lessing, Emmerich Gärtner-Horvath, Gesandter Arnulf Braun (v.l.)

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