Kulturverein österreichischer Roma
Dokumentations- und Informationszentrum

Suche

Basilika Mariazell - Roma pilgern zum steirischen Gnadenort

Roma-Wallfahrer mit Weihbischof Franz Scharl (2. von rechts).

Roma-Wallfahrer mit Weihbischof Franz Scharl (2. von rechts).

Am Sonntag, 11. August 2019 fand zum 24. Mal die traditionelle Roma-Wallfahrt nach Mariazell statt.

Gekommen sind Roma und Sinti aus Österreich, insbesondere aus dem Burgenland und Wien. Der Romapastoralbeauftragte der Österreichischen Bischofskonferenz, Weihbischof Franz Scharl, leitete die Festmesse in der Basilika. Der Geistliche betonte, dass bei der jährlichen Wallfahrt das bestehende Miteinander sichtbar ist und hob hervor, dass die Lieder und Gebete nicht nur in Deutsch sondern auch in Romanes, der Sprache der Roma, zu hören sind. Unterstützt wurde Scharl vom früheren Caritas Präsident und Roma-Beiratsmitglied, Pfarrer Helmut Schüler, sowie dem burgenländischen Roma-Seelsorger Pfarrer Matthias Platzer.

Während der Nationalsozialistischen Herrschaft war der Roma-Volksagruppe die jahrhundertelange Tradition der Pilgerreise verboten. Im August 1996 wurde der Bittgang zur Magna Mater Austriae von den österreichischen Roma-Vereinen wieder ins Leben gerufen. Die alljährlich am zweiten Augustsonntag stattfindende Roma-Wallfahrt wird von der Roma-Pastoral der Erzdiözese Eisenstadt in Kooperation mit dem Kulturverein österreichischer Roma organisiert. Einen würdigen Abschluss fand die Pilgerreise mit einem Gebet an der Nordseite der Kirche.

Mariazell ist bald nach der Gründung im Jahr 1157 ein Zufluchtsort für Menschen, Pilger aus Österreich, Ungarn, Böhmen und Mähren geworden, so wird es bereits aus dem 13. Jahrhundert berichtet. Der Wallfahrtsort gilt bei den Pilgern als eine Sache des Herzens, um bei der Gnadenmutter zu danken und zu bitten.


Druckversion

nach oben